Samstag, 9. April 2016

REISE MIT GEHEIMEN EINBLICKEN: AUGUSTA NATIONAL

Zum Masters Tournament vom 6. - 9. April 2017


DER ELITÄRSTE GOLFCLUB DER WELT. 

Wer zehntausend Dollar hat, kann ein paar Tage hin


Pecuniam non olet - ob Geld wirklich stinkt?

von Hans-Peter Kregelius und Klaus O. Braun

Es herrscht im Augusta National eine Geld-Elite, deren Habitus nicht gleichzusetzen ist mit einer intellektuellen Ausnahmegemeinschaft. Die handverlesenen Mitglieder des Augusta National Golfclub, folgen vielmehr festgefahrenen politischen, gesellschaftlichen,  und auch, aber nicht nur dem Kontostand geschuldeten Wertordnungen. Sie pflegen eine Clubstruktur, verantwortet unter anderem vom Vorstand unter dem Club-Präsidenten Billy Payne die mit überheblichen Aufnahme- und Spielrecht-Regeln hantieren, die es vergleichbar sonst nirgendwo auf der Welt in einem Golfclub gibt.

Verfolgen Sie spannende dreieinhalb Minuten mit dem Sieger 2016, Danny Willett..

Überhebliche Aufnahme und Spielrecht-Allüren

Nicht nur für das überkommene Struktur-Phänomen steht der oberste Entscheider des Clubs  der Grossindustrielle Billy Payne, sondern auch für ehemals  frauenfeindliche Aufnahme-Politik in den geheiligten Hallen an der Magnolia Lane in Augusta, Georgia. Frauen und "farbige" Mitglieder gibt es fast keine. Niemand kann sich bewerben. Farbige Menschen wurden jahrzehntelang (bis 1990) als Mitglieder abgelehnt. Sogar Präsident Barack Obama hätte früher ein Problem gehabt, dem Augusta National beizutreten. Heute hätte er wohl auch eines, aber nun eher wegen des elitären Kreises und der Angst, die schwarzen Wähler zu verlieren. Um Frauen als Clubmitglieder gab es schon 2005 einen weltweiten Disput in puncto Gleichberechtigung. Auch heute noch werden Frauen ungern im Club gesehen. Seit 2012 sind die Ex-Außenministerin der USA, Condoleeza Rice und Darma Moore, die bestbezahlte Vermögensverwalterin der Vereinigten Staaten und Ehefrau des Milliardärs Richard Rainwater, sozusagen als Vorzeige-Damen in der elitären Mitgliederliste.

Menschenrechte und Gleichberechtigung

Diesen und anderen Angriffen auf das jahrzehntelange Ignorieren von Menschenrechten und der Gleichbererechtigung setzt  sich der Club, der eines der fazinierendsten und grössten, weltweit anerkannten Turniere, die US Masters alljährlich  ausrichtet, ganz bewusst immer wieder aus. Wie schon der frühere Hardliner, Präsident Hootie Johnson, ist auch Billy Payne nur sehr behutsam bereit, auf öffentlichen Druck die Regularien zu lockern und damit die weltweiten Angriffe auf seine Mitgliederpolitik zu entschärfen.


Das Masters  ist eines der vier Major-Turniere im professionellen Golfsport, die den Grand Slam bilden, vergleichbar mit dem des Tennissports. Es ist das einzige der vier Majors, das stets auf dem selben Platz gespielt wird. Die einzigen Deutschen, die bisher daran teilgenommen haben, sind Bernhard Langer, Alexander Cejka und Martin Kaymer. Langer gewann zwei Mal, 1985 und 1993. Der Sieger eines Masters erhält neben dem Scheck über das Preisgeld eine silberne Replik des Clubhauses (die Originalausgabe steht im Foyer des Clubhauses) und seit 1949 ein Green Jacket, heute eine der begehrtesten Trophäen im Golfsport. Sam Snead war der erste damit belohnte Sieger. Das Jackett darf im ersten Jahr mit nach Hause genommen, aber niemals in der Öffentlichkeit getragen werden. Dann muss es nach Augusta zurückgebracht und im (persönlichen) Schrank für immer aufgehängt werden, denn jeder Champion ist Mitglied des Clubs auf Lebenszeit und darf an jedem Masters Turnier teilnehmen.

Die exclusivste Mahlzeit im Golfsport

Das Masters Champions Dinner  ist wohl die exklusivste Mahlzeit im Golfsport. Am Vorabend des ersten Turniertages lädt seit 1952 der Titelverteidiger alle anwesenden ehemaligen Masters-Champions ein und serviert ein Essen nach seiner Wahl. Ben Hogan hatte dieses Zeremoniell nach seinem Sieg 1951 eingeführt. Zumeist handelt es sich um eine nationale Spezialität aus der Heimat des Gastgebers.

Das wohl ungewöhnlichste oder gewöhnungsbedürftigste Gericht ließ Sandy Lyle 1989 servieren: Haggis, das schottische Nationalgericht aus den Innereien von Schafen. Bernhard Langer brachte 1986 schwäbische Hochzeitsuppe, Sauerbraten mit Spätzle und Semmelknödel, Schwarzwälderkirschtorte und 1994 Thanksgiving Dinner, also Turkey mit Beilagen, auf den Tisch. 

Eigenwilligster Golfclub der Welt: Zehn Millionen Dollar für 100 Greenkeeper


Auf der Anlage beheimatet ist der Augusta National Golf Club, eine nicht ganz unumstrittene Gemeinschaft sehr wohlhabender Männer, die es bis 1990 ablehnten, Farbige in ihre Reihen auf zu nehmen. Sie tun alles so wie es ihnen gerade passt. Sie verändern den Platz, schreiben die Einladungen zum Turnier, setzen die Regeln fest. Ihr Clubhaus ist edel, aber es „stinkt nicht nach Geld“, aber man kann den dort existierenden Reichtum „gut riechen“. Niemand weiß, wie viele Mitglieder der Club wirklich hat (geschätzt werden ca. 300) aber sie sollen ein Dollar-Vermögen in mehrstelliger Milliardenhöhe repräsentieren. Die Aufnahmegebühr soll bei lediglich 35 000 Dollar liegen, die Jahresgebühr liegt nach Recherchen unserer Redaktion bei ca. 3000 Dollar. Für die "Betroffenen" eher kleines Geld. Es ist schwer verlässliche Zahlen zu erfahren. Man kann eine Mitgliedschaft nicht beantragen. Entweder man wird eingeladen und gefragt, ob man Mitglied werden möchte, oder man wird es nie.  "Mitglied wird nur, wer in diesem Land wichtig ist und Einfluß hat" hörte man immer wieder von Vorstandsmitgliedern. Von einem früheren Finanzchef des Clubs erfuhr die Redaktion golfparadise.com, daß rund 100 Greenkeeper in Lohn und Brot stehen und zeitweise jährlich rund 10 Millionen Dollar allein für die Pflege des Platzes budgetiert werden.

Der Ort Augusta ist während 51 Wochen per anno ein trostloses Nest mit ein paar Shopping Malls drei wichtigen Straßen und einigen typischen Südstaaten-Villenvororten. Für die eine Woche im April, wenn das Masters läuft, wird Augusta zum Nabel der Golfwelt.  Die Preise für alles explodieren, Betten werden kostbar wie Gold, 30.000 Golffans überschwemmen die kleine Stadt.


Mittwoch, 30. März 2016

EINSAM, IMMER UNTERWEGS: Des Milliardärs kalter Hauch vom Karriere-Ende

Von Klaus O. Braun
Wenn ein 14facher Major-Sieger wenige Tage vor einem der weltweit bedeutendsten Turniere noch nicht sicher ist, ob er überhaupt antreten kann, dann ist Feuer unterm Dach. Eine Woche vor dem Masters Tournament in Augusta, Georgia, USA rätselte die Fachwelt, warum frühere langjährige Dominator der Golfwelt, TIGER WOODS inzwischen zu einem Häufchen Elend geworden ist. 12 Jahre dauerte der Karriere-Höhenflug an. Dann wurde dem Ausnahmegolfer dreimal in 21 Monaten der Rücken operiert. Seit August 2016 mit Ausnahme weniger mißlungener Comback-Versuche hat er kein Turnier mit positiven Resultaten mehr gespielt. In der Saison 2015 spielte er lediglich elf mal. Dabei verpasste der Sportmilliardär dreimal den Cut bei Majors. Viele Fans sind inzwischen sicher, dass Woods nicht allein wegen seiner gesundheitlichen Dauerprobleme seit August 2015 nicht mehr bei Turnieren angetreten ist. Auch in der Golfbranche vermuten nicht wenige Insider, daß seine durch einen Sex-Skandal ausgelösten privaten Probleme die Ursache für massive seelische Beeinträchtigung seines Persönlichkeitsbildes sind. Wie weit am Abgrund und wie nahe dem Karriere-Ende steht der 41jährige Sport-Milliardär?



Beziehungsprobleme begleiten Tiger durch die letzten Jahre


UND WEG.JETZT GLEICH.

Für Golfer und solche, die es werden wollen....Die schönsten Orte Südfrankreichs und des Elsaß Golfpass Region Var, Golfpass Region Provenc...